Go Panther's!

Ein Erfahrungsbericht von Jana (Redmond USA)

Am 23. August war es endlich soweit! Meine große Reise in das unbekannte Land startete in Frankfurt am Flughafen. Nach einem sehr tränenreichen, traurigen, aber auch einem Abschied mit voller Vorfreude begann erstmal mein Flug über 13 Stunden. Mein Auslandsbesuch über 10 Monate wurde mir durch die Organisation "ehighschool" ermöglicht, die sich sehr gut um mich gekümmert und bei der Vorbereitung unterstützt haben. Durch ein 2-tägiges Vorbereitungstreffen und vielen Informationsblättern wurde ich bestens über alles informiert, worauf ich in dem nächsten Jahr achten muss und worauf ich mich freuen darf. Als ich endlich am Flughafen in Redmond, Oregon ankam, wurde ich sehr herzlich von meinen Gasteltern empfangen. Ich habe etwas außerhalb von Redmond gewohnt und da meine Gasteltern keine Kinder haben, habe ich viel Zeit mit ihnen und ihren 3 Katzen verbracht. Ich bin auf die örtliche High School mit ungefähr 2000 Schülern gegangen, dort war ich in der 11. Klasse, also ein sogenannter "Junior". Das Schuljahr war in drei Teile aufgeteilt, sogenannte Trimester, in denen ich jeweils andere Fächer wählen konnte. Ich habe unter anderem Kurse wie Französisch, Algebra, Kriminaltechnik, PE und Englisch gewählt. Diese hatte ich dann jeden Tag für die nächsten drei Monate. Die Schule ging von halb acht bis halb drei, was manchmal ziemlich strapazierend war, weil ich so lange Schultage von Deutschland nicht gewohnt war. Nach der Schule konnten die Schüler individuell ihren Aktivitäten wie Sportteams, Clubs oder AG's nachgehen. Im Sommertrimester bin ich dem Tennisteam beigetreten, wo ich auch Turniere hatte und mit meinem Team gegen andere Schulen angetreten bin. Meine Schule hatte aber auch andere Angebote, wie Football, Basketball, Lacrosse, Soccer, Wrestling oder Schwimmen. An Freitagen waren im Herbst die Football spiele, an denen ich unsere Schule stark angefeuert habe. Der Schulgeist an amerikanischen Schulen ist sehr stark, weshalb diese Spiele wichtige Ereignisse in dieser Zeit waren. Obwohl mir die meisten meiner Freunde gestanden haben, dass sie, wie ich, die Regeln dieses Spiels gar nicht verstehen, hatten wir sehr viel Spaß. Außerdem bin ich zu verschiedenen schulischen Veranstaltungen wie Homecoming oder Prom gegangen.

Ich habe viele tolle Freunde gefunden, die mich unterstützt haben, wenn ich ein Problem hatte und die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Es ist ziemlich einfach dort Freunde zu finden, weil die Leute sehr offen und liebherzig sind und es auch für sie spannend ist jemanden aus einem anderen Land und anderer Kultur kennenzulernen. Es ist nur wichtig, nicht zu verschlossen zu sein und sich einfach auf Dinge einzulassen, auch wenn man manchmal unsicher ist.

Der Unterricht war meiner Meinung nach einfacher und lockerer als in Deutschland. Die Schüler hatten zu ihren Lehrern eher ein freundschaftliches Verhältnis und durch die Vielfalt an Wahlfächern von Band oder "Yearbook" über "US government" zu Kriminaltechnik und Schweißen, gibt es eine große Auswahl, die das Schulleben interessanter gestaltet. Im Unterricht haben wir sehr viel mit unseren "Chromebooks" gearbeitet, ein Computer, der von der Schule in Gegenleistung einer Leihgebühr zur Verfügung gestellt wird. Jeder Schüler hat seinen eigenen Computer auf dem man dann Dinge, wie Hausaufgaben oder Noten nachschauen konnte. Es war möglich, die Hausaufgaben dort online zu erledigen, oder auf Papier in den Unterricht zu bringen. Amerikanische Schulen sind sehr auf Erfolg konzentriert, sodass es jeden Mittwoch eine Stunde gab, in der die Schüler in kleinere Gruppen aufgeteilt wurden und über Dinge wie College, Zukunftsaussichten und -planung informiert und vorbereitet wurden. Mit meiner Gastfamilie habe ich sehr viel unternommen, unter anderem Trips nach Alabama und San Francisco.

Wir haben viele Museen besucht, wobei ich viel interessantes über die Region gelernt habe, in der ich gewohnt habe. Mit meinen Freunden habe ich mich meistens bei ihnen zu Hause oder in der Stadt getroffen, weil die meisten amerikanischen Familien sehr darauf achten, dass sie wissen, wo und bei wem sich ihre Kinder aufhalten. Ich hatte viel Freizeit, um mit meinen Freunden einkaufen oder ins Kino zu gehen und im Winter Eis zu laufen oder Ski zu fahren. Im Winter hatten wir bis zu 30 cm Schnee und es war sehr kalt, was in dieser Region jedoch ziemlich normal war. Wegen dem vielen Schnee, wurde die Schule über die Winterzeit verteilt, für insgesamt 7 Tage geschlossen, weil es nicht möglich war, die Straßen rechtzeitig frei zu räumen, weswegen ich sehr lange Winterferien genießen konnte. An Sonntagen sind wir meistens in die Kirche gegangen, da mein Gastvater ein großer Motorradfan ist, sind wir in eine "Motorradkirche" unterstützt von Harley Davidson gegangen. Im Sommer sind wir also in einer Gruppe mit dem Motorrad zu verschiedenen Orten gefahren und haben dann in Parks oder anderen freien Plätzen den Gottesdienst abgehalten. Im Winter sind wir dann doch in einem Gebäude gewesen. Ich habe die Zeit dort sehr genossen und mir sind die Leute sehr ans Herz gewachsen. Die Feiertage wie Thanksgiving und Weihnachten waren wie erwartet sehr festlich und familiär. Wir sind oft zu Verwandten gefahren und haben so an verschiedenen Orten eine schöne Zeit verbracht. Ich wurde herzlich in die Familie aufgenommen und alle waren sehr liebevoll.

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Redmond Oregon - Erfahrungsbericht Ehighschool von Jana

Go Panther's!

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