Mein Auslandsjahr war mein prägendstes Jahr, das ich je hatte!

INTERVIEW mit zurückgekehrten Austauschschülern aus den Ländern Nordamerikas (USA, Kanada)

Eine Schulzeit im Ausland bringt jedem Teilnehmer unzählige Vorteile und viele viele Erfahrungen. Teilnehmer der Schüleraustausch-Organisation "ehighschool" können ihre Erlebnisse nach der Rückkehr auf vielfältige Weise einbringen. In einem "Interview" erzählen Celina, Emilia, Henriette, Johann, Julian, Kai, Lisann, Lucas, Maria und Marie, was sie so erlebt haben:

Eure Schulzeit im Ausland ist vorbei. Wie lautet euer Fazit?

Lucas: Es war die beste Zeit meines Lebens. Ich bin offener und reifer zurückgekommen.
Celina: Es war eine supertolle Erfahrung und ich würde es jederzeit wieder machen. Es hat mir in vielen Dingen die Augen geöffnet und mir den Wert kleiner Dinge und Gesten gezeigt. Außerdem bin ich offener für Neues.
Lisann: Eine meiner besten Entscheidungen, die ich jemals gemacht habe! Ich habe so viel erlebt, so viele neue und liebe Menschen getroffen, Freundschaften fürs Leben geschlossen und ganz viele Erinnerungen gesammelt. Mir hat mein Schulbesuch im Ausland sehr viel Spaß gemacht und würde es auch immer wieder tun. Die Fächerauswahl ist total gut und ich konnte jetzt schon von meinen Englischkenntnissen profitieren.
Emilia: Ich habe nicht nur die Sprache besser kennengelernt, ich habe so viele und tolle Erfahrungen gesammelt. Ich habe eine wundervolle zweite Familie dazu gewonnen und unglaublich tolle Menschen.
Julian: Mein Auslandsjahr war mein prägendstes Jahr, das ich je hatte. Es hat mir vor allem sprachlich sowie persönlich weitergebracht.
Johann: Ein einmaliges Erlebnis, das mein Leben verändert hat. Man lernt fürs Leben!
Kai: Es waren 10 Monate voller Erfahrungen und Erlebnisse. Das Auslandsjahr war definitiv sehr lehrreich und hat mich positiv weiterentwickelt. Außerdem habe ich gelernt, Schwierigkeiten allein zu lösen und alleine damit umzugehen.



Was war denn euer schönstes Erlebnis?
Julian: Mein letztes Tor im letzten Eishockeyspiel.
Emilia: Mein Springbreak Urlaub nach Florida.
Celina: Bei mir der Besuch der Golden Gate Bridge.
Johann: Theater und Travel.
Springbreak Urlaub in Florida
So wie das Leben an sich, kann natürlich nicht alles während der vielen Monate im Ausland schön und angenehm sein.
Was war denn das schlechteste Erlebnis, das euch einfällt?
Emilia: Das Tschüs sagen!...
Celina: Ein Streit mit meiner Gastfamilie.
Lisann: Ich habe kein schlechtestes Erlebnis, denn es kommt immer auf die Einstellung ein ;)
Henriette: Plötzliches Heimweh. Aber von kurzer Dauer.
Lucas: Mein Gastbruder ist ausgezogen.


Gerade in Amerika ist ja das Essen immer ein Thema, Stichwort "Fast Food".
Einige Austauschschüler nehmen auch deutlich zu. Was habt ihr da so für Erfahrungen?
Maria: Mein Körpergewicht war schwer zu halten ...
Emilia: Das Essen in der Gastfamilie hat mir geschmeckt. In der High School war es ebenfalls OK. Mein Körpergewicht habe ich gehalten.


Ein Wort zur Gastfamilie?
Henriette: ich konnte mich wirklich als Tochter fühlen.
Marie: Meine Gastfamilie war schon sehr erfahren mit Austauschschülern und sie wurde meine zweite Familie.
Johann: Sehr offen, freundlich und abenteuerlich.


Wie war die Betreuung durch ehighschool und die Kollegen vor Ort?
Emilia: Wirklich gute Betreuung... immer ansprechbar wenn ich etwas brauchte!
Julian: mein Betreuer war immer direkt ansprechbar.
Lisann: Scheut euch bloß nicht, euren Betreuer um Rat zu fragen.


Was war am Einleben schwierig?:
Maria: Mich an Patriotismus, Militarismus und so viele Kirchen zu gewöhnen.
Henriette: Den perfekten Grad zwischen Höflichkeit und Freundlichkeit zu finden.
Marie: Am schwierigsten war es, sich daran zu gewöhnen, nur Englisch zu sprechen, was aber bei mir nicht lange dauerte.
Emilia: Dass ich nicht einfach an den Kühlschrank durfte und mir Dinge rausnehmen konnte.


Was war gut an der High School?
Celina: Der ''School-Spirit'': Man hat als Schule viel mehr zusammen gehalten und auch zusammen etwas gemacht, wie z.B. Ralleys.
Lisann: Die Fächerauswahl.
Maria: Schulsport, Clubs, Freiheit der Wahl, Wasserspender.
Julian: Gemeinschaftsgefühl und Hilfeleistung.
Henriette: Alles, besonders, dass es Mikrowellen gibt.
Marie: Mir gefällt besser, dass es Sportmannschaften an den Schulen gibt.

Schulsport an der Highshool


Was hat dir an "deinem Ort" im Gastland gefallen?
Celina: Es gab viele kleine Events, an denen jeder teilnehmen konnte und wo man zusammen Zeit verbringen konnte,
wie zum Beispiel einen Film mit der ganzen Gemeinde ansehen..
Maria: Die Architektur des Rathauses. Den Schulsportplatz, den jeder benutzen darf.
Emilia: Das jeder jeden kannte und es nicht zu groß war.

Und was war wenig gut an "deinem Ort"?
Emilia: Es gab nur wenige bzw. teure Einkaufs-Möglichkeiten.
Celina: Es gab recht viele reiche Leute, die dachten, sie wären etwas Besseres.
Maria: Man kommt ohne Auto nicht raus.


Welche Vorteile seht ihr an eurem Gastland insgesamt so?
Lisann: Die Offenheit und Spontanität der Menschen, außerdem das Schulsystem.
Marie: Es ist einfacher, dort mit Leuten ins Gespräch zu kommen.
Celina: In den USA waren die Leute im Allgemeinem viel offener, netter und hilfsbereiter.
Emilia: In den USA sind die Menschen freundlicher. Die Schule ist besser.
Maria: Offenheit, Sport in der Schule, Förderung von Aktivitäten in der Schule, Erdnussbutter.
Lucas: Autofahren mit 16.
Julian: Die kulturelle Vielfalt.
Johann: Die Ausmaße der Natur. Von Wüste bis Urwald ist alles da.
Henriette: Das Schulsystem, der Umgang miteinander, der Lebensstil, die Landschaft, das Essen, der Nationalstolz.


Das sind ganz schön viele Vorteile.
Und was ist vielleicht in Deutschland besser?
Celina: Dass man in Deutschland weniger eingeschränkt ist. In Amerika kann es nach Anbruch der Dunkelheit gefährlich sein, und ich sollte alleine nicht mehr rausgehen.
Lisann: Die Vielfalt der Natur und dass man Wasser, Strand und Berge in kürzerer Zeit erreichen kann.
Maria: Die kostenlose Bildung, das politisches System, Sozialhilfe, Krankenversicherung.
Julian: Die öffentlichen Verkehrsmittel.
Johann: Dass man nicht so sehr auf ein Auto angewiesen ist.
Henriette: Um ehrlich zu sein... gar nichts, außer die Infrastruktur.


Was hat euch wirklich überrascht an eurem Gastland?
Emilia: Das alle wirklich freundlich waren und man herzlich aufgenommen wurde.
Lisann: Überrascht hat mich, dass man lange Strecken, z. B. 8 Stunden, mal so eben für ein Wochenende mit dem Auto hinlegt.
Julian: Die frühe Selbständigkeit der Jugendlichen, viele jobben.
Henriette: Dass unheimlich viele Menschen aufgehellt Zähne haben. Und die Geschichte kanadischer Ureinwohner.
Kai: Viele waren noch nie in einem anderen Land.
Maria: Dass viele Leute überhaupt keine Ahnung haben was in der Welt los ist.


Patriotismus in den USA
Welche Unterschiede müssen zukünftige Teilnehmer auf jeden Fall beachten?
Lisann: Es ist einfach ein anderer "Way of Life", d.h. der Alltag ist oft gemütlicher und alles wird locker gesehen.
Marie: Die Amerikaner sind auf jeden Fall sehr stolz auf ihr Land und singen die Nationalhymne bei jeder Gelegenheit. Außerdem sind sie sehr christlich, also bleibt ein Kirchenbesuch nicht aus.
Julian: Der Größenunterschied von Deutschland und den USA.
Celina: Familien leben oft viel weiter entfernter voneinander.
Marie: Ich glaube, es ist wichtig, den Teilnehmern klar zu machen, dass es nicht wie in Deutschland ist und man nicht zu hohe Erwartungen haben sollte.
Kai: Es ist ziemlich leicht Freundschaften zu knüpfen in der High School, die aber vor allem eher oberflächlich sind.
Emilia: Ich finde, alle sollten ihre eigenen Erfahrungen machen.


Habt ihr Tipps für zukünftige Austauschschüler?
Celina: Seid offen für neue Dinge und habt keine Angst, neue Dinge auszuprobieren.
Lisann: Ihr müsst immer offen sein und keine Vorurteile gegenüber den Amerikanern haben. Außerdem ist es gut, einfach drauf loszureden und keine Scheu vor dem Englischen zu haben.
Maria: Mach das Beste daraus und nimm an so vielen Aktivitäten teil wie möglich!
Henriette: Hab keine Angst auf taube Ohren zu stoßen. Deine Gastfamilie hat dich gewählt, weil sie dich interessant findet. Erzähl von dir!
Emilia: Lasst es auf euch zukommen, macht euch keine großen Gedanken wie es sein könnte. Lebe dort, du bist dort nur für ein Jahr...lebe nicht nur im Internet.
Johann: Geht mit offenen Augen und Verstand in den Austausch und lasst die Vorurteile zu Hause!
Marie: Man sollte auf jeden Fall sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Sachen sein und auch nicht zu hohe Erwartungen haben.


Vielen Dank für eure Antworten und viel Erfolg in eurer Zukunft!
Sicherlich werdet ihr von eurer Zeit im Ausland massiv profitieren.
Sportgeist beim Austauschjahr in den USA erleben!

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